Am vergangenen Wochenende hab ich, den bereits erwähnten Zwischenbericht/Halbjahresbericht für meine Organisation in Deutschland verfasst, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Allerdings glaube ich, dass diese Worte meiner Leserschaft sehr bekannt vorkommen und nur noch als kleine Zusammenfassung für das letzte halbe Jahr angesehen werden kann.
Ich hab auch bereits schon eine Antwort meiner Organisation erhalten, welche sehr zufrieden mit dem Bericht waren, was mich persönlich ein wenig überrascht hat, da ich beim Umhören mitbekommen habe, dass viele Freiwillige ihren Bericht überarbeiten mussten.
Eine weitere Wochenzusammenfassung folgt in den nächsten Tagen.
Um meinen persönlichen Zwischenbericht für die erste Hälfte meines Freiwilligen Sozialen Jahres in Australien zu verfassen, muss ich auf eine abenteuerliche, interessante und lehrreiche Zeit zurück blicken. Mein erstes Projekt fand nämlich im australischen Busch statt, abgeschottet von jeglicher Zivilisation verbrachte ich zusammen mit Christopher Kuhnt und Maximilian Schüßler, beides Freiwillige des ICJA, meine ersten 5 Monate, 120km nördlich von Broome in einer indigenen Gemeinschaft. Ich habe dieses Projekt gewählt, da ich unbedingt die indigene Kultur kennen lernen wollte, was somit auch der Hauptgrund für die Wahl dieses Projektes war. Zu meiner Enttäuschung wurde dieses Projekt allerdings fehlbeschrieben und so wurden folgenderweise gewisse Erwartungen nicht erfüllt (mittlerweile wurde die Beschreibung dieses Projektes allerdings geändert).
Mit meiner Ankunft hat sich heraus gestellt, dass die Community eigentlich überhaupt keine indigene ist, denn abgesehen von uns drei Freiwilligen lebten dort nur Mario, welcher ursprünglicher Italiener ist, sowie Norman, welcher zwar in Australien geboren ist allerdings keinerlei indigene Wurzeln besitzt. In der Vergangenheit lebten und arbeiteten dort zwar Aboriginals, welche allerdings nach und nach verschwanden und somit sich das Projekt zu Unrecht also indigen ausgibt. Die Hauptaktivitäten sollten sich auf die Instanthaltung und Entwicklung der Gemeinschaft beziehen, was soweit hin auch ziemlich gut zu traf, allerdings gefällt mir persönlich nicht der Hintergedanke, die Community in einen Campingplatz für Touristen zu wandeln, was die Berechtigung, sich als indigene Gemeinschaft auszugeben, noch unberechtigter macht. Um dieses Ziel verfolgen zu können wurde von uns Freiwilligen sehr harte körperliche Arbeit erwartet, was für mich die Tätigkeit als Freiwilliger nicht in solch einem Maße mit einbezieht. Desweiteren hat die zielstrebige Verfolgung des Planes, sowie der teilweise undankbare Umgang mich eher als billigen Arbeiter fühlen lassen und weniger als Freiwilligen. Auch wenn meinen Erwartungen hingegen einige Dinge anders gelaufen sind, habe ich es als Herausforderung gesehen sich den Situationen anzupassen und den besten Kompromiss für alle Beteiligten zu finden. Das beste Beispiel ist hierfür die extreme Einschränkung meiner Privatsphäre gewesen. Abgesehen davon, dass man ohnehin täglich verpflichtet war mit den Personen zusammen zu arbeiten und mit ihnen in Kontakt zu treten, musste ich mir 10 Wochen lang mein Zimmer mit Max teilen. Somit gab es auch keinen Ort an welchem ich mich zurück ziehen konnte, was für mich in meinem bisherigen Leben immer möglich war. Immer wieder kam es so zu Konflikten, welche allerdings gelöst werden mussten, da man schließlich miteinander auskommen musste.
Generell lässt sich sagen, dass ich mittlerweile viele Dinge, welche früher für mich selbst verständlich waren, nun besser zu schätzen gelernt habe.
Das Leben in einer solch isolierten Gegend, das heiße Klima sowie die anstrengende Arbeit waren nicht immer einfach und haben mich auch teilweise an meine Grenzen getrieben. Auch wenn ich mir teilweise das Projekt anders vorgestellt habe, bereue ich es nicht mich dafür entschieden zu haben. Ganz im Gegenteil bin ich froh, solch eine Erfahrung gemacht zu haben, denn in einer Gegend, welche meiner Meinung nach mit nahezu schon einem dritten Welt Land verglichen werden kann, habe ich nicht nur viel Handwerkliches gelernt, sondern auch Einiges über mich selbst. Zudem hat es meine Ansicht und Meinung vieler Dinge im positiven beeinflusst und mich als Person reifen lassen.
Auch wenn das Projekt keine indigene Gemeinschaft war, liegt es dennoch in einer Gegend welche als „Aboriginal Land“ bezeichnet wird. Durch meine eigene Initiative konnte ich dann schließlich doch noch mit Aboriginals in Kontakt treten und die Art und Weise ihres Lebens kennen lernen. Allerdings stellte sich heraus, dass die durch die Medien verbreitete „aboriginal dreamtime culture“ in Wirklichkeit gar nicht mehr existiert und den meisten Menschen der Welt einen falschen Eindruck über diese australische Kultur liefert.
Mit der Arbeit der Arbeit der Entsende- und Aufnahmeorganisation bin ich soweit eigentlich zufrieden, auch wenn ich mir anfangs Einige Dinge strukturierter vorgestellt habe. Zum Beispiel wusste ich bis zu meiner Ankunft im Gastland noch nicht in welches Projekt ich komme, zudem war die Wohnsituation noch unklar, es war lediglich sicher, dass ich am Flughafen abgeholt werde.
Beide Projektplatzierungen waren zudem auch noch sehr kompliziert, da lang nicht klar war, welche Projekte jetzt eigentlich verfügbar sind und welche nicht.
Positiv überrascht war ich allerdings von den Seminaren welche in Deutschland sowie in Australien stattgefunden haben. Man hat sich nämlich in beiden Fällen sehr um die Freiwilligen gekümmert, zudem gab es auch immer Ansprechpartner für persönliche Sorgen, Konflikte und Fragen. Abgesehen davon waren alle Seminare bisher sehr informativ und sind für mich ein wichtiger Bestandteil dieses ganzen Dienstes, da sie die Möglichkeit bieten Erfahrungen mit anderen Freiwilligen auszutauschen.
Für die zweite Hälfte meines Freiwilligen Sozialen Jahres habe ich mich nun für eine komplette andere Erfahrung entschieden. Meine nächsten 5 Monate werde ich nämlich in Geraldton verbringen, wo ich in einer Grundschule, welche sich sehr einer Waldorfschule ähnelt, arbeiten werde. Die Möglichkeit das Projekt nach einem halben Jahr wechseln zu können gefällt mir sehr, da man als Freiwilliger die Möglichkeit hat eine weitere Erfahrung zu sammeln und somit einen weiteren Eindruck erlangen kann, welcher sich wie zum Beispiel in meinem Fall, sich komplett vom ersten unterscheidet.
Das Zwischenfazit über mein bisheriges freiwilliges soziales Jahr ist demnach sehr positiv. Bereits jetzt schon sind viele meiner Wünsche und Erwartungen in Erfüllung gegangen, abgesehen davon fühle ich mich als Person auch sinnvoll eingesetzt und kann somit den Menschen in meinem Projekt auch helfen, was mir sehr wichtig ist. Immer deutlicher wird für mich der Sinn auch in Zukunft den internationalen Jugendaustausch zu fordern, den abgesehen von dem Kulturaustausch welcher eine sehr große Rolle spielt, bietet es Jugendlichen eine einmalige Erfahrung, welche nur von Menschen verstanden werden kann, die es schon selbst miterlebt haben.
Ich freue mich sehr auf mein nächstes halbes Jahr und bin dem ICJA schon jetzt sehr dankbar, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde eine solche Erfahrung sammeln zu können!
Freitag, 25. Februar 2011
Freitag, 18. Februar 2011
Langeweile? Nicht bei mir :)
| Kite-Festival in Dongora |
Am Wochenende waren Sandra, Thomas und Ich zum Beispiel 60km südlich von Geraldton in Dongora beim Kite-stock-Festival, welches natürlich ein Pflichtprogramm für Thomas war, welcher bei gutem Wind nur beim Kiten zu finden ist.
| Unter normalen Bedingungen waeren mehr als 100 Kite-Surfer gleichzeitig drausen gewesen. |
| ich hoff, dass Thomas eventuell ein Kite fuer mich besorgen kann, dann muss ich mich nicht mehr mit dem Baden zufrieden gebenb :) |
| Foto-Session |
| Stadtsrand von Geraldton |
| Bibliothek in Geraldt |
Abends waren wir dann noch bei portugiesischen Freunde eingeladen, welche uns sehr lecker bekocht haben.
| lecker wars |
| auf dem Segelschiff in rot/pink Lisa, dahinter Conny und vorne rechts der Steve |
Abgesehen davon, dass ich es mir momentan hier echt gut gehen lasse, gibt es auch noch was zum Schaffen, allerdings um einiges gediegener als im ersten halben Jahr. Gemütlich stehe ich in der Regel um halb 7 Uhr auf. Nach einer morgendlichen Dusche und dem Frühstück geht es dann um 8 Uhr mit dem Rad Richtung Schule, welche erstaunlich spät um 8.50 Uhr startet. Um 15 Uhr haben die Kids dann Schulschluss und ich somit auch Feierabend. So werden dann wohl die meisten meiner zukünftigen Wochentage aussehen. Für die nötige Abwechslung an der Schule sorgen dann die Kids :)
„Ants on the apple…a…a…a“ – ich frag mich ob ich damals auch singend das Alphabet gelernt habe?
Selbst den schon etwas älteren Schülern kann ich im Englischunterricht helfen z.B. bei der Rechtschreibung oder Grammatik. Der Mathematikunterricht hingegen ist noch relativ praxisbezogen und bietet für mich daher noch nicht so viel Möglichkeit zum unterrichten. Zum Thema Gleichgewicht, werden halt mit Waagen herum gespielt oder beim Thema Symmetrie werden verschiede Papierkörper gebaut usw.
Doch nicht nur die Schule hält mich beschäftigt, sondern auch meine Organisation in Deutschland für welche ich noch einen Halbjahresbericht schreiben muss und zu verschiedenen Fragen Stellung nehmen soll.
| Hat jemand noch en groesseres Lenkrad? |
Zudem habe ich heute noch von Renee, einer Lehrerin an der Schule, eine Besucherkarte für eines der Fitness-Studios hier in Geraldton erhalten, wo ich zukünftig 15 mal umsonst trainieren und somit auch den Trainingsrückstand aufholen kann. Renee hat für mich zuvor auch schon einen kostenlosen Friseurtermin organisiert. Ich bin ihr echt so sehr dankbar, was sie bereits schon für mich getan hat. Allerdings ist Sie nicht die Einzige welche sich sehr um mich kümmert. Viele der Lehrer haben mich schon zu den verschiedensten Sachen eingeladen. Beispielsweise darf ich mit Stephi und ihrer family demnächst zum Campen oder Kate hat mich zum Wakeboarden auf deren Boot eingeladen. Langweilig wird es mir also bestimmt nicht :) Ich find es zudem noch erstaunlich wie sehr das schulische Umfeld sich um mich kümmert und meine Tätigkeit als Freiwilliger zu schätzen weiß, was ich in meinem ersten Projekt zu selten erfahren habe.
Naja jetzt ist erst mal Wochenende und mal wieder Zeit um den Strand auszuprobieren ;) Zum Skifahren wäre ich übrigens auch am Start! Naja beides kann man schlecht haben.
Dennoch wünsche ich euch allen ein wunderschönes Wochenende!
Dani
Donnerstag, 10. Februar 2011
Mein zweites Projekt :)
Ein sommerliches Hallo aus dem heißen Geraldton... puuuhh Man ist das hier heiß :) Von wegen in Geraldton ist es kühler als im Busch! In den vergangenen Tagen ist das Thermometer immer an die 40C°-Marke gestiegen. Wer will denn da noch bitte Arbeiten?
Es ist gerade Hochsommer in Geraldton und was der Sommer hier so mit sich bringt ist Wind, Wind und nochmal Wind :) Hier steigt einem nicht nur die Hitze zum Kopf sondern der Wind weht einen auch halber von den Füßen. Soviel zum Wetter – anbei noch liebe Grüße an meinen deutschen Wetterfrosch :D
Weniger stürmisch geht es allerdings in meinem neuen australischen Stadtleben zu. Mittlerweile habe ich mich schön in Geraldton eingelebt, dass Projekt gefällt mir sehr und mit den Leuten in meiner Umgebung verstehe ich mich auch super. Ich bin also sehr froh, dass ich solch einen netten Ort für das zweite Projekt gefunden habe.
| Thomas, Sandra und Oskar :) |
| mein momentanes Zimmer |
| so sieht`s also aus, wenn ich morgens aus dem Fenster schaue |
| so sieht`s dann abends von der Terasse aus |
| Einschulung Gracia holt sich bei Renee ihre Sonnenblume ab |
| ARTS |
Im Sunflower-Room werden Kinder von der ersten bis zur dritten Klasse unterrichtet.
Im Lighthouse-Room sind die ältesten der Schule, denn hier werden die Klassen 4 bis 7 unterrichtet.
Während an gewöhnlichen Schulen das Lernen vor allem anderen Priorität hat, versucht man hier gezielt die Kinder mit verschiedensten Dingen zum Lernen zu amüsieren.
| erste Pause jedes Kind bringt morgens ein Obst oder Gemuese mit, welches dann aufgeschnitten und aufgeteilt wird |
Head: Es muss verstanden werden
Heart: Eine emotionale Bindung soll zum Lernstoff hergestellt werden
Hands: Erlerntes soll angewendet werden können und nicht nur Theorie bleiben.
Auch wenn sich das Ganze ein wenig komisch anhören mag, ich bin dennoch froh an einer es außergewöhnlichen Schule gelandet zu sein, denn hier kann ich um einiges mehr mit agieren als an gewöhnlichen Schulen und schließlich ist es eine Art und Weise des Lernens welche ich so bisher noch nicht kennengelernt habe.
| im Ocean-Room mit den ganz Kleinen beim Pizza backen :) |
Über die Schule gibt es natürich noch einiges zu erzählen, wobei ich es heute hierfür erst einmal belasse.
Meine Freizeit versuche ich es so gut es geht mit sportlichen Aktivitäten zu fühlen, denn schließlich blieb mir diese Möglichkeit ja über 4 Monate unerreichbar. Zur Schule und wieder zurück geht es mit dem Fahrrad, was sich aufs erste sehr langweilig anhören mag :) Aufs Fahrrad steigen und losfahren ist hier in Geraldton nicht so einfach gesagt, denn für das Gegenteil sorgt der Wind. Da der Wind hier täglich nahezu aus derselben Richtung bläst, habe ich auf dem Heimweg permanent gegen mich gerichtet. Ein wenig Wind schadet natürlich nie, aber wenn ich bergabwärts schon träppeln muss um überhaupt vorwärts zu kommen, kann das Ganze doch als sportliche Aktivität betrachtet werden – ach und morgens habe ich den Wind natürlich nicht in meinem Rücken, da es morgens windstill ist -.-
| Thomas beim Kitesurfen |
Das war’s vorerst mal wieder von mir ;)
Mittwoch, 2. Februar 2011
ICYE-Camp & Geraldton
| Keegan, Sophie und das Emu, welches einen Namen besaß, den ich mittlerweile allerdings vergessen habe :) |
Vorab erst mal ein großes Entschuldigung für die kleine Schreibpause die ich mir gegönnt habe. Hoffe, dass sich niemand zu große Sorgen um mich gemacht hat, mir geht’s rund um gut. Wie schon erwähnt hat es mich nach dem Mid-Year-Camp in das schöne Küstenstädtchen Geraldton, 400km nördlich von Perth verschlagen. Dazu allerdings später…
Nach meiner aufregenden Reise war ich erst einmal Gott froh, dass Michelle mich bei ihr zu Hause aufgenommen hat und mir Unterkunft für die Tage bis zum Mid-Year-Camp geboten hat. Nicht nur über ein bequemes Bett war ich sehr dankbar, sondern auch über das leckere Essen – verständlicherweise sind diese beiden Dinge in meinem Leben eines Bag-Packers ein wenig zu kurz gekommen :) Eine Abwechslung zum Reisen bot dagegen hin der Ausflug zum Cricketspiel und das kleine Net-Ball Spiel. Neben AFL und Rugby zwei typische australische Sportartarten, welche meiner Meinung nach langweilige Alternativen zum Schach sind. Beim Cricket geht’s mehr um die Atmosphäre in einem Stadium, denn schließlich kann ein Cricketmatch mehrere Stunden dauern. Net-Ball hingegen ist eine weibliche Form des Basketballs, wo noch weniger Körperkontakt erlaubt ist :)
| Keegan beim Baten |
| Mixed Net-Ball |
| ICYE-Australia Freiwillige hungrig von der Reise :) |
| Fremantle Oval mit der AFL Statue im Vordergrund |
| Fremantle Oval |
| langweiliger Nachmittag im ICYE-House |
Mich hat es dann als letzer wie schon erwähnt nach Geraldton verschlagen, wo ich zukünftig in einer Grundschule arbeiten werde. Auch wenn ich mittlerweile meine ersten Arbeitstage schon in der Schule verbracht habe, kann ich euch noch nicht so viel über das genaue Lernsystem erklären, denn diese Schule unterscheidet sich von gewöhnlichen Grundschulen und unterrichtet nach dem sogenannten „Steiner-System“, welches wohl am besten mit den deutschen Walddorfschulen verglichen werden kann.
Für weitere Infos füge ich euch noch diese Links hinzu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Waldorfp%C3%A4dagogik
-etwas über die Waldorfpädagogik
http://www.leaningtree.wa.edu.au/
- Homepage der Grundschule
Meine momentane Wohnsituation ist noch ein wenig kompliziert, denn die Schule konnte bisher noch keine Gastfamilie für mich finden und so wohne ich momentan noch bei Toni, einem deutschen Student, bis die Schule eine Gastfamilie für mich gefunden hat. Da schon von vielerseits Interesse gezeigt wurde, gehe ich mal davon aus, dass es nicht mehr alt zu lange dauern wird, bis ich dann auch endlich mal wieder meine Koffer auspacken und mir es gemütlich machen kann.
Mittlerweile habe ich nun schon 3 Tage an der Schule verbracht und bin total zufrieden, denn die Schule ist sehr freundlich eingerichtet, die Lehrer super freundlich und die Kiddies einfach nur liebenswert. So sind meine ersten Eindrücke von meinem zweiten Projekt – der Leaning Tree Community School in Geraldton. Wie genau meine erste Woche an dieser Schule abgelaufen ist wird es dann im nächsten Eintrag geben, auf welchen ihr hoffentlich dieses mal nicht solange warten müsst wie auf diesen :)
Liebe Grüße
Samstag, 15. Januar 2011
Cairns, Kuranda & Red Centre
Da sitz ich nun wieder in Perth und muss euch gleich mal von dem Ende meiner Reise erzählen. Ich muss einfach nur schmunzeln, weils mich bei jedem Gedanken an die letzten 10 Std. zereist :) Es hat einfach so chaotisch aufgehört wie es angefangen hat - nicht das irgedetwas total schief gelaufen ist oder so, es ist einfach alles wieder anders gekommen als erwartet und was ich daraus geacht hab ist noch viel lustiger. Ich komm später auf die ganze Geschichte zurück, bis dahin sag ich bloß: "Ich fühle mich wie ein asiatischer Tourist".
Nachdem meine Familie wieder zurück ins kalte Deutschland geflogen ist, habe ich die letzten 5 Tage in Cairns, genauer im "Northern Greenhouse" Backpacker-Resort verbracht. Für mich persönlich war das schon wieder ein kleiner Luxus: Klimaanlage, einen Kühlschrank sowie ein komplettes Bad im Zimmer und ein gemütliches bett, welches ich mir dieses mal nicht mehr teilen musste. Michi, du brauchst dir allerdings keine Sorgen machen, denn dein lautstarkes Geschnarche hat ein Südkoreaner übernommen, welcher direkt über mir geschlafen hat -.- Das war wohl dann auch das einzige negative an diesem Resort, denn ansonsten war die Atmosphäre dort relativ ruhig und gemütlich, eigentlich genau das richtige nach einer durchaus aufregenden und nicht stressfreien Reise.
Nachdem ich mir es also die ersten zwei Tage auf der faulen Haut bequem gemacht habe, wars mir dann allerdings auch wieder langweilig und so habe ich kurzer Hand eine Tour nach Kuranda, einem Städtchen in dem "Atherton Tableland" gebucht. Nachdem ich mich ein wenig umgehört hatte, habe ich mich dafür entschlossen die Hinfahrt mit dem Zug und die Rückfahrt mit der Seilbahn zu unternehmen. So hat mich am Morgen des dritten Tages ein Shuttlebus vom Resort abgeholt und zur "Freshwater-Station" gebracht, von welcher aus der Zug seine Fahrt über 40 Brücken und durch 15 Tunnel Richtung Kuranda startete. Der Schienenstrang auf welchem die Anreise nach Kuranda erfolgte wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut um Bauholz aus dem Regenwald zu den Siedlungen an der Küste zu transportieren. Die komplette Fahrt dauerte 1 1/2 Std. inklusive dem Stop an den "Barron Falls", welche an diesem Tag, aufgrund des vielen Regens, ziemlich gewaltig waren.
Meinen Tag in Kuranda hab ich mir dann mit einer einstündigen Wanderung durch den Regenwald und entlang des Barron-Rivers, sowie mit den Besuchen auf dem "Heritage-Market" und dem "Original Rainforest Market" verbracht.
Zurück ins Tal ging es wie schon erwähnt mit der 7,5 km langen Seilbahn, welche Teilweise nur wenige Meter über dem Dach des Regenwaldes hinweg schwebte. An zwei Stationen bin ich allerdings dann noch ausgestiegen und hab mich noch zu verschiedene Aussichtspunkten begeben von welchen man teilweise eine Sicht bis raus aufs Great Barrier Reef hatte.
In den letzten zwei Tagen habe ich zwar keine großen Touren mehr unternommen, langweilig wurde mir es in Cairns trotzdem nicht, weil irgendwie immer was los ist. Nachts wie tags sind die Straßen immer voll. Was Cairns für mich allerdings wirklich besonders macht ist, dass es einen öffentlichen Lagoon gibt - eine Art kostenloses Schwimmbad welches von morgens um 6 Uhr bis abends um 10 Uhr geöffnet hat und in dieser Zeit auch von Lifeguards bewacht wird. Es soll ein wenig den in Cairns nicht vorhandenen Strand ersetzen was ihnen damit auch relativ gut gelungen ist.
Außerdem Lagoon gibt es in Cairns noch sämtliche Souvenier und Einkaufshops sowie eine schöne Uferpromenade und einen tollen Yachthafen, auch in das Casino hab ich einen Blick geworfen. So hab ich also meine letzten Tage in Cairns verbracht, bevor es heute morgen um 4 Uhr aus den Federn, Richtung Red Centre ging. Denn als letztes Ausflugsziel stand der Ayers-Rock oder Uluru auf dem Plan.
Richtung Perth ging es dann also wieder mit der Zeit in den Westen wo ein 5-stündiger Stop am Ayers-Rock-Airport auf mich wartete. Mit der Landung am Ayers-Rock hat dann auch schon mein persönlicher Wettlauf gegen die Zeit begonnen. Mit der Erwartung, dass der Flughafen ca. 5km vom Ayers-Rock entfernt ist und das im halbenstunden-Takt Busse hin und her pendeln, bin ich am Flughafen gelandet. Als mir dann allerdings gesagt wurde, dass dieser allerdings 30km vom Flughafen etnfernt liegt und von keinem Bus direkt angefahren wird, ist mir erst einmal das Kinn zum Boden gefallen! War der Aufpreis für den Zwischenstop umsonst? Soll ich jetzt 5 Stunden hier am Flughafen warten? Nein, mit Sicherheit nicht! Jetzt bin ich schon so nah an dem Ziel dran, jetzt will ich auch noch ganz hin!
Glücklicherweise fuhr ein Bus, mit einer Hand voll Hotelgästen, in die Stadt welche sich "Ayers Rock Resort" nennt und fast ausschließlich aus Hotelen besteht. Dort angekommen hat mich der Busfahrer an einem dieser Hotels abgelassen, an welchem ich mich dann schnell informierte wann der sogenannte "Uluru-Express" ein kleiner Shuttlebus" als nächstes zum Ayers Rock fährt. Wie ich erwartet hatte, pendelt mehmals täglich einer hin und her, allerdings nur im 1 1/2-stündigen Takt. Letztendlich blieb mir dann nur die Möglichkeit mit dem Bus dort hinzufahren und gleich wieder zurück, denn mit jedem Aufenthalt hätte ich nicht nur den Bus zurück verpasst sondern auch mein Flugzeug zurück nach Perth. Abgesehen von dem Bus, musste ich dann auch noch ein Nationalpark-Ticket erwerben. Am Uluru angekommen bin ich also nur schnell aus dem Bus ausgestiegen, konnte einige Fotos schießen und dann musste ich auch schon wieder einsteigen. Das war also meine Begegnung mit dem großen roten Stein :)
Ich glaube mittlerweile müsste auch geklärt sein warum ich mich mittlerweile wie ein asiatischer Tourist fühle :D Um ehrlich zu sein, es fühlt sich scheiße an! Ich hätte viel lieber einige Stunden dort verbracht, am liebsten wäre ich einmal herum gewandert und dann wieder gegangen. Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich wohl das Beste aus dieser Situation gemacht habe, denn die Frau vom Quantas Check-In hatte mir schon damit gedroht, dass das Flugzeug auch ohne mich losfliegen wird, wenn ich nicht rechtzeit zurück bin.
Natürlich habe ich mich vor dem ganzen Trip vergewissert, dass ich auch wieder rechtzeitig am Flughafen zurück sein kann, ansonste hätte ich das ganze ja auch nicht gemacht - soviel Verantwortungsbewusstsein besitze ich dann auch noch :) Als fast letzter bin ich dann zwar an Bord gegangen was mittlerweile ja aber keinen mehr interessiert, denn ich bin wieder gut in Perth angekommen. Mit diesem chaotischen Trip ging dann also meine Reise zu Ende.
Die Tage bis zum 21.Januar, dem Start unseres Mid-Year-Camps, werde ich nun noch bei Michelle verbringen. Werde ihre noch dabei helfen die letzten Sachen vorzubereiten bis dann am 21. über 20 Freiwillige aus aller Welt zusammen kommen.
| Aufenthaltsetage |
| Freshwater Station |
| Barron Falls |
| Kuranda Bahnhof |
| Sommer Trend 2011 Bikini und Badehose aus Känguruleder |
Zurück ins Tal ging es wie schon erwähnt mit der 7,5 km langen Seilbahn, welche Teilweise nur wenige Meter über dem Dach des Regenwaldes hinweg schwebte. An zwei Stationen bin ich allerdings dann noch ausgestiegen und hab mich noch zu verschiedene Aussichtspunkten begeben von welchen man teilweise eine Sicht bis raus aufs Great Barrier Reef hatte.
| Ich hätte gern auch eins, wären die Orginalen doch nicht immer so teuer :( |
| Barron River von der Gondel aus |
Außerdem Lagoon gibt es in Cairns noch sämtliche Souvenier und Einkaufshops sowie eine schöne Uferpromenade und einen tollen Yachthafen, auch in das Casino hab ich einen Blick geworfen. So hab ich also meine letzten Tage in Cairns verbracht, bevor es heute morgen um 4 Uhr aus den Federn, Richtung Red Centre ging. Denn als letztes Ausflugsziel stand der Ayers-Rock oder Uluru auf dem Plan.
| Ayers Rock / Uluru |
Glücklicherweise fuhr ein Bus, mit einer Hand voll Hotelgästen, in die Stadt welche sich "Ayers Rock Resort" nennt und fast ausschließlich aus Hotelen besteht. Dort angekommen hat mich der Busfahrer an einem dieser Hotels abgelassen, an welchem ich mich dann schnell informierte wann der sogenannte "Uluru-Express" ein kleiner Shuttlebus" als nächstes zum Ayers Rock fährt. Wie ich erwartet hatte, pendelt mehmals täglich einer hin und her, allerdings nur im 1 1/2-stündigen Takt. Letztendlich blieb mir dann nur die Möglichkeit mit dem Bus dort hinzufahren und gleich wieder zurück, denn mit jedem Aufenthalt hätte ich nicht nur den Bus zurück verpasst sondern auch mein Flugzeug zurück nach Perth. Abgesehen von dem Bus, musste ich dann auch noch ein Nationalpark-Ticket erwerben. Am Uluru angekommen bin ich also nur schnell aus dem Bus ausgestiegen, konnte einige Fotos schießen und dann musste ich auch schon wieder einsteigen. Das war also meine Begegnung mit dem großen roten Stein :)
| das wohl faszinierenste am Uluru ist, dass er von verschiedenen Seiten total anders aussieht. |
Natürlich habe ich mich vor dem ganzen Trip vergewissert, dass ich auch wieder rechtzeitig am Flughafen zurück sein kann, ansonste hätte ich das ganze ja auch nicht gemacht - soviel Verantwortungsbewusstsein besitze ich dann auch noch :) Als fast letzter bin ich dann zwar an Bord gegangen was mittlerweile ja aber keinen mehr interessiert, denn ich bin wieder gut in Perth angekommen. Mit diesem chaotischen Trip ging dann also meine Reise zu Ende.
| Nach Alice Springs oder doch zum Ayers Rock? |
Dienstag, 11. Januar 2011
Es war ne geile Zeit!
Nach den tollen Tagen die wir am Mission Beach verbracht haben, ging es auf zur letzten Etappe nach Port Douglas. Ursprünglich war Cairns als letztes Reiseziel geplant, allerdings hatten wir noch genügend Zeit um einen Abstecher in den weiteren Norden zu machen, welcher sich durch aus gelohnt hat!
Als wir nach schon einer Stunde Fahrt in den Norden Cairns hinter uns gelassen haben, ging es auf einer wunderschönen Küstenstraße in Richtung Port Douglas. Am liebsten hätten wir auf der Fahrt dorthin manchmal einfach angehalten um geniale Ausblicke von der Küstenstraße auf die Strände zu werfen. Glücklicherweise gab es auf der Straße rechts und links einige Haltestreifen und Ausblickpunkte von denen man geniale Aussichten hatte.
Nachdem wir in Port Douglas angekommen sind und auch bereits schon den Campingplatz für die kommenden zwei Nächte gefunden haben, ging es erst einmal zum Touristen Informationszentrum, denn schließlich hatte mein Vater immer noch kein wildes Krokodil gesehen und das Great Barrier Reef stand ja auch noch vor der Haustür.
Da wir relativ früh in Port Douglas angekommen sind, konnten wir am selben Tag noch mit der „Lady Douglas“ in die Mangroven schippen um nach einem Krokodil zu suchen. Doch auf der 1 ½-stündigen Fahrt sind uns nicht nur 3 wilde Krokodile begegnet, sondern auch ein riesen Weiskopf-Seeadler, welcher eine Spannweite von nahezu 2 Metern hatte.
Nachdem die Crew an Bord ihn mit Fisch gelockt hat, kam er auf die Schlamm-Bank angeflogen und hat sich beeindruckend den Fisch gekrallt. Ein so abenteuerliches Erlebnis musste auch gleichwertig am Abend mit einem Bier in einem Pub abgeschlossen werden, welches begleitet von Live-Musik gleich doppelt so gut schmeckte.
Nach einer weiteren tropischen Nacht, welche uns alle in dem Campervan nachts zum Schwitzen getrieben hat, ging es am nächsten Morgen zum „Aristocat-Büro“ wo wir doch letztendlich nach langer Diskussion unseren Tauchtrip zum Great-Barrier Reef gebucht haben. Da dieser allerdings erst am nächsten Tag stattfand, konnte noch ein weiterer Tag mit einem geilen Erlebnis gefühlt werden – es ging zum „Cape Tribulation“.
Auch wenn geographisch das Cape Tribulation nur 60km von Port Douglas entfernt ist, hat es uns dennoch fast zwei Stunden gekostet um den Daintree-River mit der Fähre zu überqueren und uns durch die kurvenreiche Küstenstraße zu kämpfen, welche nach langem Auf und Ab schließlich dann doch auch noch ein Ende nahm.
Hauptgrund dieses Ausfluges war eigentlich „nur“ der Blick auf den wundervollen Küstenabschnitt, welche nirgends in Australien so zu finden ist, denn Cape Tribulation ist der einzige Punkt an dem die durch Regenwald geprägte Bergkette welche stehts parallel zur Küste verläuft auch wirklich mal auf die Küste trifft. „Where the Rainforest meets the Reef“ – so heißt es in vielen Werbungen für diese Region.
„Nur“ hieß es an dem Tag aus folgendem Grund: Als wir an der Touristen Information nach den möglichen Aktivitäten gefragt haben, wurde uns nur nebenbei und auch als letztes der Süßwasser Creek erwähnt, in welchem man eben schwimmen kann. Warum konnte die Frau nicht erwähnen, dass das ein MUSS ist und man da auf keinen Fall vorbei fahren soll? Im Nachhinein muss man ja froh sein, dass sie es überhaupt erwähnt hat, im Gegensatz zu all unseren Reiseführern, die sämtlichen scheiß erwähnen und empfehlen außer so etwas Geiles!
Glasklares Wasser – ich stand im Wasser und konnte meine Füße sehen, als würde ich im Freien barfuß auf Steinen stehen. Das Wasser war so klar, dass sogar Forellen darin schwammen – wie man vllt. weiß benötigen Forellen sehr sauberes Wasser zum Leben. Gespeist wurde der Süßwasser Pool von einem Bach welcher aus dem Berg kam und dennoch eine angenehme Temperatur von ca. 20C° hatte. Umgeben von Regenwald – rechts und links suptropische Pflanzen, Bäume und Lianen.
Auch seht einfach selbst :) Ja ihr dürft uns beneiden :D
Am nächsten Morgen ging es also früh raus aus den Federn und ab zum Hafen in Port Douglas, denn schon um 9 Uhr legte unser Schiff ab. Auf dem Weg zum „Outer Reef“ welches 60 km von der Küste entfernt liegt und somit so schnell wie nirgendwo anders in Australien zu erreichen ist, musste noch ein wenig Papierkram bezüglich des Tauchens erledigt werden. Nach der einstündigen Fahrt waren wir dann schließlich an unserem ersten der drei Spots angekommen. Da ich das letzte mal vor 7 Jahren am roten Meer in Ägypten getaucht bin, hat es kurz gedauert bis ich mich unter Wasser mit der Ausrüstung vertraut gemacht habt, danach konnte ich das Riff allerdings in seinen vollen Zügen genießen. Natürlich musste solch eine Erfahrung auch irgendwie festgehalten werden und so hab ich mir kurzer Hand noch ne Unterwasserkamera ausgeliehen, mit welcher mir hoffentlich doch der ein oder andere Schnappschuss gelungen ist.
Um euch ein informatives Feedback über das Tauchen zu geben, muss ich auf die Erfahrungsberichte meines Vaters zurück greifen, welcher mit seinen über 500 Tauchgängen schon fast zum Fisch mutiert ist und schon an einigen Orten der Welt mit der Brille unters Wasser geguckt hat :)
Das Great Barrier Reef gehört wohl zu einem der wenigen Riffe der Welt an welchem die Korallen noch so gut erhalten sind. Allerdings gibt es noch einige andere Orte auf der Welt an welchen man mehr sieht. So sein Fazit, welchem ich ihm im letzten Punkt, aufgrund meiner Taucherfahrung im roten Meer, zustimmen kann. Vielleicht lag es auch einfach an unserem Guide – warum musst ich zweimal mit noch 90bar im Tank aus dem Wasser?
Das Tauchen an sich hat dennoch riesigen Spaß gemacht, worunter wohl auch die ca. 60m weite Sicht und die angenehme Wassertemperatur dazu beigetragen haben. Nach unserem zweiten Tauchgang welcher kurz auf den ersten folgte gab es danach noch ein leckeres Mittagessen auf dem Boot. Für den dritten und letzten Spot des Tages sind wir noch alle zum Schnorcheln ins Wasser gesprungen, was nahezu genauso gut war wie das Tauchen. Zurück auf dem Festland haben wir uns noch eine Hafenbar ausgesucht, an welcher wir mit Bier und Wein auf den tollen Tag angestoßen haben. Der Tag endete allerdings am späten Abend dann in Cairns, da wir am nächsten Tag dort schon unseren geliebten Jucy abgeben mussten.
Unser grün-lilaner Flitzer, welchen wir mittlerweile mehr als lieb gewonnen haben, bekommt von mir das Prädikat „Zuverlässig“. Ohne Probleme hat er uns die insgesamt 4700km durch Australien geführt, welche wirklich nicht immer einfach waren. Selbst mit seiner überaus auffälligen Farbe konnte er sich von den Kameras der gebührenpflichten Straßen Tarnen – 7 gebührenpflichtige Straßen, dennoch $0 :) Alles war dabei, selbst der eingebauten Küche hat‘s an nichts gemangelt – außer einem große Kochtopf für daddy’s riesen Portionen :D
Den letzten gemeinsamen Abend in Australien haben wir dann noch mit einem leckeren asiatischen Essen und einem tieferen Blick ins Glas ausklingen lassen. Mittlerweile bin ich wieder alleine in Cairns und kann auf einen wunderschönen Urlaub zurück blicken, welcher für mich noch nicht ganz zu Ende ist. Es fühlt sich gut an eine Familie daheim in Deutschland zu haben, die den ganzen Weg und auch den damit verbundenen Stress auf sich genommen hat um mich in Australien besuchen zu kommen. Ich möchte euch hiermit auch nochmal Danke sagen. Ich fang erst gerade an zu realisieren, was eigentlich in den letzten 3 Wochen passiert ist. Danke für die wundervolle Zeit und die Kraft die ihr mir dadurch geschenkt habt!
Nachdem wir in Port Douglas angekommen sind und auch bereits schon den Campingplatz für die kommenden zwei Nächte gefunden haben, ging es erst einmal zum Touristen Informationszentrum, denn schließlich hatte mein Vater immer noch kein wildes Krokodil gesehen und das Great Barrier Reef stand ja auch noch vor der Haustür.
Nach einer weiteren tropischen Nacht, welche uns alle in dem Campervan nachts zum Schwitzen getrieben hat, ging es am nächsten Morgen zum „Aristocat-Büro“ wo wir doch letztendlich nach langer Diskussion unseren Tauchtrip zum Great-Barrier Reef gebucht haben. Da dieser allerdings erst am nächsten Tag stattfand, konnte noch ein weiterer Tag mit einem geilen Erlebnis gefühlt werden – es ging zum „Cape Tribulation“.
| vom Aussichtpunkt mit dem Daintree-River in der Mitte |
Hauptgrund dieses Ausfluges war eigentlich „nur“ der Blick auf den wundervollen Küstenabschnitt, welche nirgends in Australien so zu finden ist, denn Cape Tribulation ist der einzige Punkt an dem die durch Regenwald geprägte Bergkette welche stehts parallel zur Küste verläuft auch wirklich mal auf die Küste trifft. „Where the Rainforest meets the Reef“ – so heißt es in vielen Werbungen für diese Region.
| Süßwasser-Pool |
| mein Bruder und Ich |
Auch seht einfach selbst :) Ja ihr dürft uns beneiden :D
Was sollte so ein Tag eigentlich noch toppen? Da war doch noch der Ausflug zum Great-Barrier Reef oder?
Um euch ein informatives Feedback über das Tauchen zu geben, muss ich auf die Erfahrungsberichte meines Vaters zurück greifen, welcher mit seinen über 500 Tauchgängen schon fast zum Fisch mutiert ist und schon an einigen Orten der Welt mit der Brille unters Wasser geguckt hat :)
Das Great Barrier Reef gehört wohl zu einem der wenigen Riffe der Welt an welchem die Korallen noch so gut erhalten sind. Allerdings gibt es noch einige andere Orte auf der Welt an welchen man mehr sieht. So sein Fazit, welchem ich ihm im letzten Punkt, aufgrund meiner Taucherfahrung im roten Meer, zustimmen kann. Vielleicht lag es auch einfach an unserem Guide – warum musst ich zweimal mit noch 90bar im Tank aus dem Wasser?
Das Tauchen an sich hat dennoch riesigen Spaß gemacht, worunter wohl auch die ca. 60m weite Sicht und die angenehme Wassertemperatur dazu beigetragen haben. Nach unserem zweiten Tauchgang welcher kurz auf den ersten folgte gab es danach noch ein leckeres Mittagessen auf dem Boot. Für den dritten und letzten Spot des Tages sind wir noch alle zum Schnorcheln ins Wasser gesprungen, was nahezu genauso gut war wie das Tauchen. Zurück auf dem Festland haben wir uns noch eine Hafenbar ausgesucht, an welcher wir mit Bier und Wein auf den tollen Tag angestoßen haben. Der Tag endete allerdings am späten Abend dann in Cairns, da wir am nächsten Tag dort schon unseren geliebten Jucy abgeben mussten.
Unser grün-lilaner Flitzer, welchen wir mittlerweile mehr als lieb gewonnen haben, bekommt von mir das Prädikat „Zuverlässig“. Ohne Probleme hat er uns die insgesamt 4700km durch Australien geführt, welche wirklich nicht immer einfach waren. Selbst mit seiner überaus auffälligen Farbe konnte er sich von den Kameras der gebührenpflichten Straßen Tarnen – 7 gebührenpflichtige Straßen, dennoch $0 :) Alles war dabei, selbst der eingebauten Küche hat‘s an nichts gemangelt – außer einem große Kochtopf für daddy’s riesen Portionen :D
Den letzten gemeinsamen Abend in Australien haben wir dann noch mit einem leckeren asiatischen Essen und einem tieferen Blick ins Glas ausklingen lassen. Mittlerweile bin ich wieder alleine in Cairns und kann auf einen wunderschönen Urlaub zurück blicken, welcher für mich noch nicht ganz zu Ende ist. Es fühlt sich gut an eine Familie daheim in Deutschland zu haben, die den ganzen Weg und auch den damit verbundenen Stress auf sich genommen hat um mich in Australien besuchen zu kommen. Ich möchte euch hiermit auch nochmal Danke sagen. Ich fang erst gerade an zu realisieren, was eigentlich in den letzten 3 Wochen passiert ist. Danke für die wundervolle Zeit und die Kraft die ihr mir dadurch geschenkt habt!
| wir am Beach of Cape Tribulation |
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