Freitag, 29. Juli 2011

Roadtrip Part 3 - Exmouth, Cape Range Nationalpark & Ningaloo Reef

Nachdem die Westküste schon einiges oberhalb des Meeresspiegels geboten hatte, war es nun endlich an der Zeit auch mal einen Blick darunter zu werfen. Hierfür gibt es an der Westküste keinen besseren Ort als das Ningaloo Reef, welches mit 260km das längste Korallenriff in Western Australien ist. Den einfachsten Zugang für Schnorchler und Taucher bietet das Ferienörtchen Coral Bay, welchem wir selbstverständlich einen Besuch abstatteten. Allerdings blieb es auch nur bei dem Besuch, den mit unserer Ankunft ließen die Wolken ihren Druck ab – die Sonne verschwand und der Regen überraschte uns. Der Ort welcher, schneeweiße Sandstrände und ein Meer in allen Blau- und Grüntönen versprach, blieb uns an diesem Tag verborgen und so machten wir uns auf schnellstem Wege Richtung Exmouth wo der Cape Range Nationalpark uns eine weitere Möglichkeit bot die Unterwasserwelt mit großen Augen zu bestaunen. Nachdem wir nach 3-stündiger Fahrt dort angekommen waren, mussten wir allerdings mit Enttäuschung fest stellen, dass das Wetter auch hier nicht viel besser war.
Turquoise Bay - Cape Range Nationalpark
Lediglich blieb uns der Regen erspart. Doch wer hin und wieder mal die Flossen, Schnorchel und die Taucherbrille übergezogen hat, weiß, dass die Unterwasserwelt erst unter Sonneneinstrahlung ihre komplette Farbenbracht entfaltet und somit um einiges attraktiver ist, als unter drüben Wetter. Doch es blieb uns keine andere Möglichkeit und so mussten wir dieses Wetter so hinnehmen. Da Florian das einzige Schnorchel-Equipment besaß, blieb Max und mir nichts anderes übrig, als am Strand zu warten, bis er genug gesehen hatte. Als kleiner Wasserfrosch konnte ich allerdings meiner Ungeduld nicht lange Einhalt gewähren und so sprach ich einfach eine wildfremde Touristin an und fragte sie ob sie mir eventuell ihre Taucherbrille und den Schnorchel kurz borgen könnte, damit dich einen Blick unters Wasser werfen kann. Da die Frau so nett und hilfsbereit war, konnte ich nun endlich einen Blick auf das Korallenriff werfen, welches mit rund 220 Korallen- sowie mehr als 500 Fischarten vielfältiger als jene des Great Barrier Reef sein sollte.

Lakeside - Cape Range Nationalpark
Lakeside is a great snorkel spot for swimmers of average fitness and capability. From the carpark walk 400m south along the beach to the marked entry point. Snorkel out in a northerly direction for 150m before returning to original entry point. Lakeside is located in the Cape Range National Park.

Nach 10 Minuten verließ ich das Wasser – der Schnorchel hing irgendwo noch am Mundwinkel fest, während das Staunen fast meinen Unterkiffer ausrängte. Mir war sofort klar, dass ich dieses Korallenriff, welches sich gerade mal 50 Meter parallel zum Strand entlang zieht, bei Sonnenschein sehen muss. Ohne große Diskussion stimmte mir auch Florian zu, welcher mittlerweile auch aus dem Wasser gekommen war. So wollten wir die bevorstehende Nacht im Nationalpark verbringen um am nächsten Tag gleich die Schnorchel-Ausrüstung ausleihen zu können, leider waren bereits alle Plätze im Nationalpark ausgebucht und die Übernachtung in einer der Caravan-Parks gab das Portemonnaie leider nicht her. Blieb uns also mal wieder nur das Campen mitten in der Wildnis. Dieses Mal war es allerdings wirklich Mitten in der Wildnis, da in dieser Touristengegend großer Rangerverkehr herrscht und keiner von uns Lust hatte ein weiteres Mal zur Kasse gebeten zu werden. \
Florian und Ich beim Reifenwechseln
Unser kleiner Ausflug in den Busch, ersparte uns zwar die Übernachtungskosten, dennoch blieb er nicht ohne Konsequenzen. Denn mit einem Blick auf unsere Reifen am nächsten Morgen, mussten wir fest stellen, dass wir einen kompletten Platten hatten und ein weiterer Reifen auf dem besten Weg dazu war auch einer zu werden. Da der Ersatzreifen sich dummerweise unter dem Auto befand, benötigte es auch über eine Stunde bis der Reifen gewechselt war.
Nachdem wir dieses morgendliche Hindernis gemeistert hatten, stand einem Tag voller Schnorcheln und Sonnenbaden nichts mehr im Wege. Am Tourquoise Bay, verbrachten wir nahezu den kompletten Tag, da es hier eine Strömung von der besonderen Art und Weise gab. Um einen schönen Blick auf die Korallen und Fische werfen zu können, musste man sich lediglich am Beginn des Strandes in das Wasser begeben und konnte sich dann über eine bunte Unterwasserwelt treiben lassen.

Turquoise Bay  Snorkelling within the Bay is quite rewarding and easy - a perfect spot for beginners to practice their skills! Enter from the beach and snorkel out over coral and marine life. Currents don’t exist in the Bay area but always check conditions to be sure. Turquoise Bay is located in the Cape Range National Park.
Turquoise Bay - Cape Range Nationalpark
Allerdings musste man aufpassen, dass man sich vor lauter Staunen nicht zu weit treiben ließ, denn dann hätte einen die Strömung auf die weite See hinaus getrieben. Mir bleibt auch dieses Mal wieder nichts anderes übrig als euch zu erzählen wie genial das Schnorcheln dort ist, denn leider waren wir nicht in dem Besitz einer guten Unterwasserkamera. Florian hatte zwar eine mit, allerdings war die Qualität der Bilder eher mangelhaft und so bleiben mir mal wieder nur die Erinnerungen an diesen einzigartigen Ort! Während man am Touristen überfluteten Great Barrier Reef einen Tagestrip mit dem Boot buchen muss, zieht man sich am Ningaloo Reef lediglich die Flossen, Taucherbrille und den Schnorchel über, schwimmt 50 bis 100 Meter hinaus und sieht im Endeffekt genau das Selbe!
Lakeside - Cape Range Nationalpark
Korallen und Fische in allen Farben, Riffhaie und sogar mit Schildkröten bin ich geschwommen. Mit viel, viel Glück hätten wir sogar Walhaie sehen können, welche sich momentan in dieser Gegend regelmäßig blicken lassen. Für $300 - $400 hätte man sogar eine Tour buchen können, was wiederum nicht im Budget war. Uns genügte dennoch was wir am Turquoise Bay und am Lakeside sahen uns so machten wir uns am Ende dieses Tages auf zu unserem letzten Highlight, dem Karijini National Park, welcher sich 350km Inland befindet…


Backpacker-Dusche an der Tankstelle :)
Cape Range Nationalpark
v.l.n.r. Max, Florian und Ich
die Abende waren immer sehr chillig - Pasta and Goon ;)
Sunrise at Cape Range Nationalpark

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